Mittwoch, 16. März 2011

REFORM: Alarm für den Wassertourismus


Artikel in der Märkischen Allgemeinen Zeitung (MAZ) am 16.03.2011


REFORM: Alarm für den Wassertourismus

Linksfraktion stellte Anfrage an den Landrat / Verkehrsminister plant Schließung von Dienststellen
FÜRSTENBERG - Der Bundesverkehrsminister will die meisten Wasserstraßen, Seen und Flüsse loswerden. Was nicht vorrangig dem Gütertransport dient, soll an die Länder und Kommunen abgegeben werden. Touristiker Michael Wittke aus Fürstenberg schlug schon vor einiger Zeit Alarm bezüglich der Reformpläne für die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (die MAZ berichtete). Er befürchtet, dass der Wassertourismus in der Mecklenburger Seenplatte und in Nordbrandenburg abgehängt wird, wenn der Bund neue Strukturen beschließt.
In diesem Monat hat die Linksfraktion des Kreistages eine diesbezügliche Anfrage an Landrat Karl-Heinz Schröter gestellt. Die Abgeordneten wollen wissen, was in der Kreisverwaltung zu dem Thema bekannt ist und wie bisher reagiert worden ist. „Welche konkreten Folgen sind für Oberhavel vorauszusehen? Welche Möglichkeiten haben wir, die negativen Folgen für die touristische Entwicklung insbesondere im Nordkreis abzuwehren?“, heißt es in der Anfrage.
Wie eine Zeitung in Schleswig-Holstein berichtete, hat Minister Peter Ramsauer in einem Papier für den Verkehrsausschuss eingeräumt, dass im Zuge der Reform wohl etliche Dienststellen geschlossen werden. Personal und Investitionen sollen auf die stark befahrenen Wasserwege konzentriert werden. In dem Papier soll auch stehen, dass die sieben Wasserstraßen-Neubauämter aufgelöst, stattdessen drei „Investitionsbündelungsstellen“ ihre Aufgaben übernehmen sollen. Für das Wasserrevier Mecklenburger Seenplatte/Nordbrandenburg existiert ein „Kooperationsmodell“. „Länder und die ohnehin klammen Kommunen sollen darin die Gesellschafter sein und die Aufgaben der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung übernehmen. Es wird aber nicht gesagt, wie das finanziert werden soll. Wahrscheinlich will man den Kommunen den ’guten Rat’ geben, sich das Geld von den Sportbootfahrern zu holen“, sagt Michael Wittke, der zu dem Thema einen Blog ins Internet gestellt hat. Unter www.wassertourismus.Blogspot.com gibt es Beiträge sowie Medienberichte. (Von Anke Dworek)

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