Mittwoch, 18. Mai 2011

Unterschriftensammlung "Pro Stadthafen" in Lychen

Unterschriftensammlung "Pro Stadthafen" in Lychen
Lychen (UK).
Seit einigen Tagen werden Unterschriften in Lychen gesammelt mit dem Ziel, die Stadtverwaltung bei der Realisierung des Stadthafen-Projektes zu unterstützen. "Es gibt zunehmend Unmut in Lychen über die einseitige ,Propaganda' der ,Ökostadt-Gruppierung' zu diesem Thema und die Bestrebungen der Naturschutzverbände, den Motorbootverkehr zu beschränken und mittelfristig auch auf der
Bundeswasserstraße bis in den Stadtsee möglichst ganz zu verbieten", heißt es in einer Pressemitteilung,
die die Unterschriften von Wolfgang Fischer, Uwe Herrmann, Ralf Seeling, Frank Steinborn und Detmar Prütz trägt. Sie gehören zu der Initiative "Pro Stadthafen". Sie fordert, dass der Stadthafen nach mehr als zehnjähriger Planung so wie im Planfeststellungsverfahren vorgelegt, jetzt so schnell wie möglich realisiert werden soll.
"Dem von den Naturschutzverbänden verfolgten Ziel, den Motorbootverkehr und insbesondere den einheimischen zu reduzieren und wenn möglich Motorboote vom Stadtsee bis zur Himmelpforter Schleuse ganz zu verbieten, wird entschieden entgegengetreten", heißt es in der Pressemitteilung weiter.
Bereits 2001 seien nahezu 1000 Unterschriften gesammelt worden gegen den Versuch, Teile des großen Lychensees für Motorboote zu sperren, "auch das steht jetzt wieder in den Stellungnahmen der Naturschutzverbände".
Diejenigen Lychener, die die Unterschriftensammlung gestartet haben, wollen, dass Lychen attraktiver werde für Einheimische und Gäste und dass die Infrastruktur für den Wassertourismus so "ausgebaut wird, wie es im Wassersportentwicklungsplan der Landesregierung vorgesehen ist". Die Bundeswasserstraße bis in den Stadtsee müsse für alle Nutzer uneingeschränkt erhalten bleiben, so die Forderung der Initiatoren. "Wir wollen in Lychen keinen ideologisch motivierten Naturschutz, der den Menschen zunehmend die wirtschaftlichen Lebensgrundlagen entzieht. Wir wollen ein ausgewogenes Verhältnis von vernünftiger touristischer Weiterentwicklung und Naturschutz mit Augenmaß", begründen die fünf Lychener ihre Aktion.
(Aus Uckermark Kurier 14.05.2011)

1 Kommentar:

  1. Der vorgesehene zusätzliche Stadthafen soll, und nur so kann man die Präsentation des Herrn Tänzer im Juli in Lychen verstehen, 60 Motoryachten a 5 x 15 Meter aufnehmen. Die Grundlage für diese Planung ist zumindest fragwürdig, ebenso die Wirstchaftlichkeit und die Folgekosten für die Lychener Bürger. Auch werden die Auswirkungen einer solch üppig dimensionierten Infrastruktur auf andere Wassersportler nicht berücksichtigt. Wer möchte denn zwischen diesen zusätzlichen 60 Motoryachten auf dem großen Lychen- und Stadtsee durchpaddeln - Naturerleben wird so zum Stresstest.
    Im Wassersportentwicklungsplan ist auch, anders als dies stets suggeriert wird, an keiner Stelle ein Bedarf für eine solche zusätzliche Marina dieser Dimension in den Lychener Gewässern zu finden. Die Gewässer um Lychen ziehen vor Allem Kanuten an.
    Die unbeantwortete Frage ist, wie das offenabr gewollte erhöhte Motorbootaufkommen nicht nur die Natur, sondern auch die Besucherstruktur verändern wird. Der Stadthafen in der gepöanten Dimension ist eine einmalige Chance, das Renomee eines Ortes bekannt für Natur-nahen Tourismus zu gunsten sehr weniger privater Nutzniesser zu zerstören.
    Ein angemessener dimensionierter, nachhaltiger geplanter und in ein touristisches Gesamtkonzept eingearbeiteter Hafen inklusive zusätzlicher Liegeplätze für Motorboote würde für ALLE Lychener einen Gewinn bedeuten, und die langfristigen finanziellen Lasten für die Lychener Bürger vermindern.

    AntwortenLöschen